Labbadias Taktik fruchtet

MoH. Lange Zeit gab es über die Qualität des VfB-Spiels unter Bruno Labbadia nicht viel Gutes zu berichten (auch das StT kommentierte). Doch in den vergangenen Spielen bot sich ein etwas anderes Bild: Schon das 4:4 in Dortmund hatte für Aufsehen gesorgt. Die Experten von spielverlagerung.de erklären jetzt, warum der VfB gegen das desolat auftretende Werder Bremen am Freitag so ungemein dominant agieren konnte.

„Ein großer Vorteil von Labbadias System ist die Schaffung zahlreicher Dreiecke in der gegnerischen Hälfte. Da die Außenverteidiger sich recht hoch postieren, hat Stuttgart auf den Flügeln praktisch immer eine 2-2 Stellung: Der Außenverteidiger wird vom fallenden Hajnal oder einem Sechser horizontal neben ihm unterstützt, vor ihnen agieren der nach innen ziehende Außenstürmer und Mittelstürmer Ibisevic. Es ergeben sich verschiedene Wege, mit dieser Stellung über die entstehenden Dreiecke Chancen zu kreieren: Das können Ablagen des Stürmers auf den Mittelfeldspieler sein, oder auch Schnittstellenpässe in die Gasse zwischen gegnerischem Außen- und Innenverteidiger. […] Dazu wird das zuletzt gewonnene Selbstvertrauen effektiv für ein leidenschaftliches Pressing genutzt.“ (Quelle: spielverlagerung.de)

Diese beeindruckende, aber auch hoch riskante Spielweise verspricht viele Tore – ist der Gegner offensiv gefährlicher als die harmlosen Bremer kann es also auch Gegentore hageln, siehe das Dortmund-Spiel. Gegen den BVB konnte der VfB noch von Glück reden, dass deren Chancenauswertung schlecht war. In anderthalb Wochen geht es zu den effektiven Bayern nach München. Das wird die Nagelprobe dafür, ob Labbadias System auch höheren (europäischen) Ansprüchen genügt.

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Über Moritz Heiser

Moritz Heiser studiert Politikwissenschaft an der Universität Leipzig. Der Autor schreibt seit 2002 für verschiedene Publikationen, darunter DIE ZEIT und die Stuttgarter Zeitung. Als Chefredakteur beim Stuttgarter Tagblatt (StT) kümmert er sich um die Ressorts Politik und Wirtschaft.
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