Mehr Sex gegen Baustellenblockade?

MoH. Seit der Streit um Stuttgart21 bundesweit Aufmerksamkeit erlangt hat, scheint es, als ob jeder geschlechtsreife Deutsche seine Meinung über Stuttgart kundtun müsse. Selbst die Ortsunkundigsten fühlen sich angesichts der erneuten Eskalation zum Kalauern bemüßigt. Dies ist der Senf, den Handelsblatt-Chefredakteur Gabor Steingart gestern Morgen wohl noch etwas schlaftrunken (man beachte auch Grammatik und Orthographie im hinteren Teil) anrührte:

„Die Stuttgarter halten uns mit ihrem Bahnhof weiter in Atem. Heute im Morgengrauen kam es zum Zusammenstoß der Polizei mit rund 2.000 Demonstranten, die im Schlosspark erschienen waren, um die Rodungsarbeiten zu behindern. Die selbsternannten „Parkschützer“ trugen auch „polytechnisches Gerät“ mit sich, wie der Polizeibericht ausweist. Vielleicht ist das Problem in Stuttgart nicht der Bahnhof, sondern die nächtliche Langeweile. Es wäre billiger, man würde der Schwabenmetropole mal eine Vergnügungsmeile á la Reeperbahn zu spendieren. Nach dem Motto: Amüsieren statt randalieren.“ (Gabor Steingart, Chefredakteur des Handelsblatt in seinem „Morning-Briefing“, 15.02.2012)

Vielleicht fühlt sich ja irgendein finanzkräftiger Stuttgarter dazu berufen, Herrn Steingart mal ins Bohnenviertel einzuladen. Das könnte gegen nächtliche Langeweile helfen. Und Sex soll ja auch gegen Schreibblockaden helfen: amüsieren statt räsonieren.

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Über Moritz Heiser

Moritz Heiser studiert Politikwissenschaft an der Universität Leipzig. Der Autor schreibt seit 2002 für verschiedene Publikationen, darunter DIE ZEIT und die Stuttgarter Zeitung. Als Chefredakteur beim Stuttgarter Tagblatt (StT) kümmert er sich um die Ressorts Politik und Wirtschaft.
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Eine Antwort zu Mehr Sex gegen Baustellenblockade?

  1. mcbuhlM schreibt:

    Ins Bohnenviertel? Da soll nächtens was los sein? Also außer im Nachtwächter jetzt? Oder meinst’s Städtle?

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