Das Ende des Kopfbahnhofs

MoH. Auch außerhalb des schwäbischsten aller Talkessel werden altehrwürdige Kopfbahnhöfe aufgegeben. Was in Stuttgart hitzig in offener Runde debattiert wird, hat sich andernorts im Hinterzimmer entschieden. Shoppingmall statt Gleise funktioniert auch am Äquator als Prinzip der Stadtentwicklung:

„Das Bahnhofsgebäude von Tanjong Pagar verkörperte für mich immer eine andere Welt. Trat man durch das von vier marmornen Statuen bewachte Hauptportal in die mächtige Schalterhalle, war vom Gewusel und Gewimmel der Weltstadt [Singapur, Anm. d. Red.] nichts mehr zu spüren. Müde warteten einige Dutzend Reisende mit schweren Taschen auf ihren Zug. Schläfrige Schalterbeamte der malaysischen Staatsbahn hinter dicken Glasscheiben verkauften betont gemächlich Tickets für Reisen ins Nachbarland. Informationen über Anschlusszüge im sechs Zugstunden entfernten Kuala Lumpur waren ihnen kaum zu entlocken. Eine Service-Wüste im Dienstleistungsparadies. Es war einmal. Vor einem Monat mussten die griesgrämigen Staatsbahnler umziehen.“ (MoH: „Singapur 21“, Berliner Zeitung vom 09.08.2011)

Den gesamten Text gibt es hier: http://www.berliner-zeitung.de

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Über Moritz Heiser

Moritz Heiser studiert Politikwissenschaft an der Universität Leipzig. Der Autor schreibt seit 2002 für verschiedene Publikationen, darunter DIE ZEIT und die Stuttgarter Zeitung. Als Chefredakteur beim Stuttgarter Tagblatt (StT) kümmert er sich um die Ressorts Politik und Wirtschaft.
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