Bleierne Zeilen über Bleifüße in der ZEIT

MoH. Wer nach einem abschreckenden Beispiel für „schöngeistiges“ Feuilletongeschreibsel mit Stuttgart-Bezug sucht, wird in der ZEIT vom vergangenen Donnerstag („Stuttgart rast“) fündig. Das Rezept für solch ein Meisterstück?

Die ZEIT platzierte den schöngeistigen Unfug "Stuttgart rast" auf der Titelseite ihres Feuilletonbuchs.

 … Man nehme eine gehörige Portion Ortsunkenntnis, verrühre sie mit einer Ladung Klischees, garniere den Brei mit haltlosen Vorurteilen (siehe auch: „Arschlochsatz“) und backe ein paar Allgemeinplätzchen. Das alles schütte man dann in den Stuttgarter Kessel und erkläre die dabei entstehende Pampe zum ultimativen Stuttgart21-Kaffeesatz. Letzteres ist freilich naheliegend: Vom Salz der Recherche und dem Pfeffer der Gründlichkeit ungeküsst, schmeckt das fertige Gericht dann ganz so wie kalter Kaffee.

Mit schalen Grüßen nach Hamburg

Der Wutschreiber

PS: Herr Kümmel, diese Rennen gab es in Stuttgart schon lange vor Beginn der Eskalation des S21-Konflikts. Normalerweise werden sie von kundigen Schreibern eher beiläufig erwähnt.

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Über Moritz Heiser

Moritz Heiser studiert Politikwissenschaft an der Universität Leipzig. Der Autor schreibt seit 2002 für verschiedene Publikationen, darunter DIE ZEIT und die Stuttgarter Zeitung. Als Chefredakteur beim Stuttgarter Tagblatt (StT) kümmert er sich um die Ressorts Politik und Wirtschaft.
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