Solidarität mit den streikenden Zeitungsredakteuren!

MoH. Wir haben das Stuttgarter Tagblatt auch gegründet, um der zunehmenden Verflachung der Kommentare in der Stuttgarter Presselandschaft etwas entgegenzusetzen. Diese von uns beobachtete Tendenz ist zu einem guten Teil auf den immer größeren Druck zurückzuführen, dem die Redakteure im täglichen Geschäft ausgesetzt sind. Stellenstreichungen, Auslagerungen, Gehaltskürzungen, Arbeitszeitenverlängerung und Urlaubskürzungen sind die Zumutungen, die die Verleger den Redaktionen aufbürden. In der aktuellen Tarifrunde fordern die Verleger noch mehr Verzicht. Hinzu kommen völlig unzureichende Honorare für freie Journalisten, die bei den Verhandlungen allerdings kein Gegenstand sind. Die demokratische Kontrollfunktion der Presse ist durch die Entwicklungen in akuter Gefahr, weil nicht mehr aufwendig recherchiert werden kann und für die analytische Durchdringung eines Themas die Zeit fehlt! Deshalb erklärt sich das StT solidarisch mit den streikenden Kollegen und Verlagsangestellten.

Die Kontext:Wochenzeitung berichtet laufend von den Streiks in und um Stuttgart: http://www.kontextwochenzeitung.de (mit einem Link zur „Stuttgarter Streik!Zeitung“ der streikenden Redakteure der StZ)

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Über Moritz Heiser

Moritz Heiser studiert Politikwissenschaft an der Universität Leipzig. Der Autor schreibt seit 2002 für verschiedene Publikationen, darunter DIE ZEIT und die Stuttgarter Zeitung. Als Chefredakteur beim Stuttgarter Tagblatt (StT) kümmert er sich um die Ressorts Politik und Wirtschaft.
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3 Antworten zu Solidarität mit den streikenden Zeitungsredakteuren!

  1. Pingback: Unbefristeter Streik | STUTTGARTER TAGBLATT

  2. kwesto schreibt:

    Zukünftig erübrigen sich Streiks bei Presse und sonstigen Medien. Niemand benötigt noch diese systemtreuen, kritiklosen Marionetten. Gute Informationen von kompetenten Leuten bekommt bis dato ausschließlich aus dem Internet. Eine Tageszeitung benötigt man nur noch um Holz im Kamin anzuzünden.

  3. Alf schreibt:

    Kompletter Unsinn, was Sie da von sich geben. Was lesen Sie denn im Internet für Seiten? Tagesschau, Heute, Spiegel, Handelsblatt…? Was glauben Sie denn, von wem die einschlägigen Seiten dort mit Inhalt bestückt werden? Zu 90 Prozent von ausgebildeten Redakteuren. Überall dort, wo fundiert berichtet wird, steckt handwerkliches Geschick dahinter.
    Misstände aufzuzeigen, sie zu beleuchten, Hintergründe zu benennen – das ist ureigenste Aufgabe der Zeitungen und Zeitschriften in diesem Lande. Diese Qualität der Recherche ist im Internet so gut wie nicht zu finden – schon gar nicht, wenn es in den Bereich kommunalpolitischer Themen geht. Sich von den Qualitätstandards deutscher Zeitungen zu verabschieden, heißt, sich von ein Stück Demokratie zu verabschieden.

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